Walter Wyss v/o Pieps und Vreni Wyss

Ein Jahr ist es nun her, dass wir von Walter Wyss v/o Pieps Abschied genommen haben, 2021 war seine Frau, Vreni Wyss gestorben. Pieps und Vreni haben beide in vorbildlicher Art und Weise unzählige Stunden ihres Lebens dem Gloggi gewidmet.

Pieps war 1952 bis 1954 Wolf im Erlach. Nach dem Übertritt in die Pfadi war er 1954 bis 1960 im Korinth aktiv und anschliessend bis 1963 im Wiking. Als Wiking-Leiter war er derjenige, der 1961 ein Sommerlager am Chapfensee unterhalb von Parmort durchführte und so Kontakt zur Alpgenossenschaft Mels knüpfte. Schon ein Jahr später, am 50. Geburtstag des Gloggi, konnte dort der Grundstein zum Pfadiheim Parmort gelegt werden.

Pieps (ganz rechts) im Wiking-Sola 1961 unterhalb Parmort. Parmort heute

Nach der Zeit im Wiking war Pieps als «Rover-Feldmeister» bei den Rovern tätig, Beawa hiess seine Rotte. Als kreativer und blendender Organisator und genauer Verwalter führte er ab 1964 die Adressenkontrolle im Korps und wurde 1968  «Quartiermeister», also Chef des Admin-Teams im Korpsstab. 1970, noch während seiner Zeit als Quartiermeister, übernahm Pieps das Amt des Kassiers im Heimverein.

Kassier ist allerdings gewaltig untertrieben. Pieps führte Protokolle, verhandelte mit Behörden und war – bald zusammen mit seiner Frau Vreni – während 18 Jahren für die Heimreservation zuständig. 23 Jahre, bis 1993 war Pieps aktives Mitglied im Vorstand des Heimvereins.

Ein Pfadiheim zu reservieren war in den Zeiten vor dem Internet immer mit sehr viel telefonieren verbunden. Wer ein Gloggiheim reservieren wollte, konnte immerhin sicher sein, dass jemand abnahm: im GP standen sowohl die private Telefonnummer wie die Geschäftsnummer von Pieps. Zu Hause nahm seine Frau Vreni das Telefon ab, im Geschäft meist er.

Dass es zu wenig Pfadiheime gab, merkten Vreni und Pieps fast zu jeder Tages- und Nachtzeit am Telefon. Das Bedürfnis nach einem dritten Gloggiheim war also eindeutig vorhanden und der Heimvereinvorstand begann sich auf die Suche zu machen. Es war Vreni Wyss (wir nannten sie lange einfach «Frau Pieps»), die sich auf der Suche nach einem Heim buchstäblich den Finger wundtelefonierte (Telefone hatten noch eine Wählscheibe) und 1973 schliesslich herausfand, dass die Bläsimühle zum Verkauf stand. (Die ganze Geschichte findet sich hier).

Ein Pfadiheim zu reservieren war in den Zeiten vor dem Internet immer mit sehr viel telefonieren verbunden. Wer ein Gloggiheim reservieren wollte, konnte immerhin sicher sein, dass jemand abnahm: im GP standen sowohl die private Telefonnummer wie die Geschäftsnummer von Pieps. Zu Hause nahm seine Frau Vreni das Telefon ab, im Geschäft meist er.

Dass es zu wenig Pfadiheime gab, merkten Vreni und Pieps fast zu jeder Tages- und Nachtzeit am Telefon. Das Bedürfnis nach einem dritten Gloggiheim war also eindeutig vorhanden und der Heimvereinvorstand begann sich auf die Suche zu machen. Es war Vreni Wyss (wir nannten sie lange einfach «Frau Pieps»), die sich auf der Suche nach einem Heim buchstäblich den Finger wundtelefonierte (Telefone hatten noch eine Wählscheibe) und 1973 schliesslich herausfand, dass die Bläsimühle zum Verkauf stand.

Mit Pieps in der Finanzkommission und der sehr tatkräftigen Mithilfe aller Gloggianer beim Spendensammeln und danach bei der Renovation konnte die Bläsimühle erworben und 1974 eingeweiht werden.

Mit Pieps in der Finanzkommission und der sehr tatkräftigen Mithilfe aller Gloggianer beim Spendensammeln und danach bei der Renovation konnte die Bläsimühle erworben und 1974 eingeweiht werden.

Die Bläsimühle am Eröffnungstag 1974 und Pieps bei seiner Ansprache

In jenen Jahren spielte Pieps zum Ausgleich neben Familie, Beruf und Heimverein in der dritten Mannschaft des Handballclubs Pfadi Glockenhof…

Die Arbeit im Heimverein wurde mit drei Heimen nicht weniger. Vreni und Pieps engagierten sich weiter unermüdlich. Vreni hielt in einer Schnitzelbank (Bild) am 50. Geburtstag des Heimvereins 1988 scherzhaft fest, was im Vorstand so diskutiert wurde:

Pieps, tüemer es nöis Heim uf
weisch als Ersatz für es eiges Huus
Du chasch doch so guet organisiere
und s Vreni tuet gern telefoniere

Das vierte Heim, Alt-Uetliberg, war 1985 eingeweiht worden und brachte natürlich zusätzliche Arbeit mit sich.

Alt-Uetliberg 1984, beim Erwerb durch den Gloggi. Pieps bei der Einweihung

1988 gaben Vreni und Pieps die Heimreservation dann weiter und 1993 trat Pieps aus dem Heimvereinsvorstand zurück. Er bekam zum Abschied ein Bläsimühlemodell, um es in seine Modelleisenbahnanlage einzubauen. Dem Gloggi blieben Vreni und Pieps weiter verbunden.

Pieps und seine Söhne haben daran gedacht, bis anhin Aufbewahrtes aus seiner Pfadizeit bei seinem Umzug ins Altersheim dem Gloggiarchiv zu schenken. So kann auch das schöne Bläsimühlemodell immer wieder an einem Anlass ausgestellt werden.

Wir sind Vreni und Pieps sehr dankbar für alles, was sie für den Gloggi gemacht haben. Und wir wissen, dass Pfadi ohne die vielen Menschen, die sich wie sie irgendwo und irgendwie dafür engagieren, nicht möglich wäre. Vielen Dank euch allen!

Die Arbeit für unsere Heime geht weiter. Momentan hat die Bläsimühle mit ihrer 360-jährigen Geschichte dringenden Renovationsbedarf. Nähere Informationen (und natürlich das Spendenkonto) unter
www.heimverein-gloggi.ch/projekt-blaesimuehle

100 Jahre Pfadi Manegg

Die Abteilung Manegg feiert dieses Jahr ihren 100. Geburtstag. Sie ist die älteste noch bestehende Mädchenpfadi der Deutschschweiz. Zahlreiche Dokumente im Manegg-Archiv – Gruppenbücher, Protokolle, Fotoalben, Dias oder Zeitungsausschnitte – zeugen von 100 Jahren Frauenpower.

Hier ein paar Einblicke und Fundstücke:

Internationale Beziehungen spielten in der Mädchenpfadi stets eine wichtige Rolle. Dies lag nicht zuletzt an Olave Baden Powell, der Frau von Bi-Pi, die mehrmals in die Schweiz reiste und auch die Manegg besuchte. Mit ihrer fröhlichen und herzlichen Art beeindruckte sie viele.

Teeparty mit Lady Bi-Pi (mit Hut) in der Kafega. Links im Bild Mops, die Abteilungsleiterin der Manegg, 1946
1949 bestaunte Lady Bi-Pi das neu errichtete Manegg-Huus in Hedingen.

Das erste Weltzentrum der Pfadfinderinnen, das Our Chalet in Adelboden, wurde 1932 eingeweiht. Lady Bi-Pi und viele Manegglerinnen waren dabei. Die Manegg blieb über Jahrzehnte eng verbunden mit dem Weltzentrum. Zahlreiche Leiterinnen verbrachten ihre Winterferien dort als Helferinnen und Skilehrerinnen.

In den 1950er-Jahren übernahm mit Gret Spetzler v/o Schnagg sogar eine Manegglerin die Leitung des Hauses.

20-Jahr-Feier des Our Chalet in Adelboden, 1952

Vom Einsatz der Manegg-Pfadis nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs berichtet dieser Artikel im Tages-Anzeiger vom 13. September 1939:

1940 nahmen rund 250 Manegglerinnen an einem viertägigen Samariterkurs des Territorial-Kommandos 6 teil. Im Kriegsfall sollten sie als spezielle Samariter-Einheit für den Sanitätsdienst eingesetzt werden

Besonders eindrücklich sind die zahlreichen sorgfältig gestalteten Gruppen- und Erinnerungsbücher. Als Beispiel seht ihr hier einen Bericht von Bärli über eine Aktivität des 6. Zuges im Jahr 1938.

Zum 50-Jahr-Jubiläum 1975 veranstaltete die Manegg eine grosse Chilbi auf der Landiwiese.

Das Korps Glockenhof schenkte der Abteilung eine Kuhglocke, überreicht von Korpsleiter Peter Stünzi v/o Riss. Dies ist in Fotografien und einem Zeitungsbericht belegt – die Glocke selber hat den Weg ins Archiv bisher nicht gefunden

Zweimal zierten Manegglerinnen in Uniform Titelseiten einer Zeitschrift: 1943 das Wochenblatt «La semaine de la femme»

und 1961 Ringiers «Blatt für Alle»:

Möchtest du mehr über die Geschichte der Manegg erfahren?

Zum Jubiläumsfest am 6. September 2025 erscheint ein Magazin mit vielen Abbildungen und unterhaltsamen Texten. Dieses kann für 10.- bestellt werden (Mail an archiv@manegg.ch oder über manegg.ch/100-jahre-pfadi-manegg).

Calma, Archivgruppe

Patriaheim Hüttikerberg (4): Auch vom Gloggi gerne genutzt

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Das Heim wurde, wie die im Sozialarchiv noch vorhandenen Hüttenbücher zeigen, sehr gut genutzt, natürlich von der Patria – aber auch der Gloggi und die damals nicht zum Gloggi gehörende Abteilung Manegg waren eifriger Nutzer, wie die folgenden Einträge zeigen:

Hüttenbuch 1952 – 1956

Hüttenbuch 1956 – 1964:

Hüttenbuch 1969 – 1974

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Spezialitäten

Im Gloggi-Laden und bei hajk gibt es auch runde und langgezogene Abzeichen zu kaufen: «Spezialitäten-Abzeichen» der Wolfs- und Pfadistufe. Auch im Archiv haben wir viele solche «Spez»-Abzeichen.  Welche Geschichte haben sie?

Für den Gründer der Pfadibewegung, Baden-Powell (Bi-Pi) war klar: Nicht alle Pfadi müssen das Gleiche können. Alle haben doch etwas, das sie besonders gut können und besonders gern machen – eben ihre Spezialitäten. Und gerade in diesen Gebieten sollen sie Fortschritte machen, Neues dazu lernen und es so anwenden, dass die ganze Gruppe davon profitiert. Schon zu Bi-Pis Zeiten erhielt man für Fortschritte auf einem Spezialgebiet als Anerkennung ein Spezialitäten-Abzeichen.

Bi-Pi hat das in seinem Buch „Aids to Scoutmastership“ für Leiterinnen und Leiter beschrieben. Wir haben im Archiv eine englische Version (Auszug, englisch als PDF).

Weil Bi-Pi selbst besonders gerne schauspielerte, zeichnete er in seinen Hinweisen für Leitende eine Gruppe beim Singen und Theaterspielen. Wer hier besondere Fortschritte machte, solle z.B. das Spezialitäten-Abzeichen «Schauspieler», «Schauspielerin» bekommen.

Auch in seinen Büchern für Wölfe und Pfadi hat Bi-Pi die Spezialitäten dargestellt. Die Abzeichen für die Wölfe sahen 1936 so aus:

1. Gruppe, Intelligenz (blaue Abzeichen): Sammler, Beobachter, Gärtner
2. Gruppe, Handfertigkeit (gelbe Abzeichen): Künstler, Handarbeit, Spielzeugmacher
3. Gruppe, Hilfe für andere (rote Abzeichen): Samariter, Fremdenführer, Haushaltung
4. Gruppe, Körperliche Gesundheit (grüne Abzeichen): Athlet, Schwimmer, Spieler)

Schon die ersten Abzeichen waren in unterschiedlichen Farben gehalten. Wer sich in einer Spezialität auszeichnete, die für die Beziehung zu den Mitmenschen wichtig war, erhielt ein rotes Abzeichen (bzw. ein Abzeichen mit einem roten Rand), Spezialitäten die körperliche Aktivitäten betrafen, waren grün usw. – Weit von den heutigen „fünf Beziehungen“ im Pfadiprofil (Beziehung zur Persönlichkeit, zum Körper, zu den Mitmenschen, zur Umwelt, zum Spirituellen) war man schon damals nicht entfernt.

Die Spezialitäten für die jüngeren Mädchen (in der Schweiz wurden sie zuerst Heinzelmännchen, erst dann Bienli genannt) waren sehr ähnlich wie diejenigen der Wölfe. Zwischen Pfadfindern und Pfadfinderinnen unterschieden sie sich stärker, bei den Pfadfinderinnen waren auch viele damals als typisch weibliche angesehene Spezialitäten dabei. Hier ein Ausschnitt:

Diese Illustration stammt vom Schweizerischen Pfadiarchiv. Es hat die Spezialabzeichen der Pfadistufe von 1919 bis 2024 schön zusammengestellt (PDF).

Die Abzeichen selbst und ihre Anzahl veränderten sich im Laufe der Zeit aber erheblich. Hier z.B. das Schauspielabzeichen:

1923 (Mädchen), 1956 (Knaben), 1990 und 2004 (PBS)

Im Gloggi achtete man darauf, dass jemand nicht zu viele Spezialitäten-Abzeichen erwarb, vier oder fünf waren die obere Grenze. Wer mehr Abzeichen am Ärmel hatte, wurde etwas abschätzig «Christbaum» genannt. In anderen Ländern war das anders. An Jamborees und anderen internationalen Treffen wunderten sich manchmal Pfadis aus anderen Ländern über den mangelnden Ehrgeiz in der Schweiz. In vielen anderen Pfadiorganisationen hatte (und hat) man ja das Ziel, möglichst viele Spezialitätenabzeichen zu erwerben und an den Ärmel zu nähen.

GP 1956 über ein Lagerfeuer mit holländischen Pfadfindern. Die Thebaner wundern sich darüber, dass ein Holländer neunzehn Spezialabzeichen erworben hatte.

Im Gloggi bestimmte meist die Abteilungsleitung, in welchen Gebieten Wölfe und Pfadi sich überhaupt spezialisieren konnten. Dann wurden Höcks und Weekends organisiert, an denen man sich die nötigen Fähigkeiten erwerben konnte. 1951 skizzierte die GP-Redaktion welche Spezialitäten beliebt waren:

Die Pfadis, die sich als Topograph spezialisierten, lernten unter anderem den Verlauf eines Baches zu vermessen und davon eine Karte im Massstab 1:1000 und ein Kroki zu erstellen. Offenbar vergassen sich die Pfadi beim Vermessen einmal so, dass sie in Wallisellen in einen frisch angesäten Acker trampelten und dem Bauer zwei Franken für den Landschaden bezahlen mussten.

Häufig standen auch in Sommerlagern Spezialitäten im Zentrum. 1962 nahm sich der Wiking vor, Wetterwarte und Pioniere auszubilden. Im GP wird berichtet:

Um das Kochspezialitätenabzeichen zu erhalten war oft das Mitwirken in der Kochgruppe eines Ausbildungslagers nötig, und das «Reporter»-Abzeichen erhielt selbstverständlich nur, wer Reportagen für den GP gemacht hatte.

Die Möglichkeit, sich in einer Spezialität weiterzuentwickeln und diese anzuwenden, wurde in all den Jahren mal mehr, mal weniger genutzt. Am stärksten im Vordergrund standen Spezialitäten wohl im Relais-Lager, das der (Knaben-)Pfadiund 1954 im Greyerzerland durchführte.

wurde damals in der Presse berichtet. Hier der Bericht im Bieler Tagblatt (28. Juli 1954):

Jeder angemeldete Stamm hatte einen eigenen Lagerplatz. Von dort aus konnten die Pfadi dann in Interessengruppen mehrere Tage an verschiedenen «Relais» teilnehmen. Das waren Posten im Lagergebiet, an denen sie in grossem Stil in eine Spezialität eingeführt wurden. Die Pioniere fällten mit den Förstern Bäume, bauten daraus Türme und Zugbrücken und schnitzten Totempfähle. Im Relais «Darstellungskunst» wurden Theater und Musicals eingeübt, man konnte sich vertiefen in die Spezialitäten Schauspieler, Lagermusikant, Tätschmeister, Maler, Fotograf, Dolmetscher, Chronist, Schnitzler, Bastler, Koch und Dolmetscher.

Im Relais «Mechanik» lernte man Löten und Schweissen ganze Autos und Vespas wurden zerlegt und Wasserturbinen gebaut (Presseartikel und Lagerbuch Teja).

Über das Relais „Meldedienst“ berichtet folgender Eintrag im Teja-Lagerbuch von 1954:

Am Abend kehrten die Pfadi jeweils an den Lagerplatz ihres Stammes zurück und erzählten sich am Lagerfeuer vom tagsüber Gelernten.

Die Spezialitäten sind in Ergänzung zu den verschiedenen Etappen oder Steps in der Pfadibewegung auch heute noch wichtige Schritte zur persönlichen Entwicklung. Sie werden bei den Pfadiprofilen auf der Website der PBS bei den Wölfen wie den Pfadis dargestellt. Hoffen wir, dass sie auch in Zukunft weiterentwickelt und angewendet werden.

Der Gloggi und seine Tiere

1923 erhielt ein damaliger Gloggi-Leiter diese Postkarte von einem Freund. «Der Pfadfinder ist gut zu den Tieren» stand in französischer Sprache darauf. Die Karte stammte aus einer Serie von 10 Karten mit Sujets zum Pfadigesetz. „Der Pfadfinder schützt Tiere und Pflanzen“ wurde mit Zugtieren illustriert wurde, die damals Kutschen, Pflüge, Lastenwagen zogen und häufig auch geschunden wurden.

Welche Rolle spielten Tiere in der Pfadi?

In alten Berichten im Gloggi-Archiv liest man von Maultier „Hans“. Hans trug viele Jahre die Lasten auf den Restiberg, wo das Cevi-Haus und daneben ein Pfadiheim standen. Während die Pfadi ihr Material meist auf dem eigenen Rücken hochschleppten, war Hans für das Gepäck der älteren Cevi-Mitglieder zuständig. Das Maultier wurde, wenn es nicht gerade arbeitete, von CVJM-Mitgliedern und Pfadfindern gleichermassen gepflegt und gehätschelt.

Der Pfad zum Restiberg im Glarnerland. Hier säumte Maultier „Hans“ die Waren hinauf.

Nutztiere waren aber auch in den Lagern dabei, hier eine Ziege, die 1916 im Sola Lachen Milch gab und , wie das Glasplattendia zeigt, natürlich auch freundlich ins Lagerleben einbezogen wurde:

Eine besondere Beziehung hatten Wölfe und Pfadi natürlich zu den Tieren aus dem Dschungel­buch und zu Tieren, nach denen sie selbst, ihr Rudel oder ihre Gruppe benannt waren. Das zeigte sich auf den Wimpeln (jede Gruppe, manchmal auch jeder Pfadi hatte einen eigenen Wimpel) und in vielen Zeichnungen in den Gruppenbüchern.
Nebenstehend 1963 Gruppe Voss, Totila. Unten: Rudel Star, (1930er-Jahre), Namenwimpel von Spatz (1940er-Jahre), Gruppe Gepard, Normannen (1960er-Jahre).

Eine häufige Aktivität im Wald war das Beobachten von Tieren. Spurenlesen wurde in allen Stufen geübt. Um Tiere aus anderen Weltgegenden zu beobachten, ging man oft in den Zoo (Billett und Zeichnungen von 1962).

In den Lagern holte man beim Bauern Frischmilch von Kühen und Ziegen. Manchmal alberte man auch mit den Tieren herum, setzte ihnen wie auf den Bildern 1932 und 1989 einen Hut auf. Das Vieh fand nicht immer Gefallen an den Pfadi, die auf ihren Weiden lagerten. Hier in der Mitte das zerstörte Wiking- Lager nach dem «Überfall der Rindviecher» 1962.

Freude hatte im gleichen Jahr der Korinth an Esel «Rino», den der Stamm im Tessin bei einem Bauern kennengelernt hatte. Er folgte den Korinthern den ganzen weiten Weg vom Lagerplatz nach Lugano, um dort Material abzuholen. Auf dem Rückweg half er zuerst, den Karren zu ziehen. Dann musste er mit Brot gelockt werden und schliesslich blieb er stehen. Die Pfadi mussten den Bauer holen. Mit seiner Hilfe kamen Rino und Material schliesslich ins Lager.

1956 fand das Bundeslager in den Freibergen statt, hier hatten dann alle Pfadi Gelegenheit, mit Freiberger Pferden Bekanntschaft zu schliessen:

Reiten und Kutschenfahren war auch danach ein Höhepunkt in verschiedensten Lagern, hier im PTA-Lager 1978:

Hühner spielten nicht nur als Eierlieferanten eine wichtige Rolle, sie wurden auch ins Lagerprogramm einbezogen. 1980 wurde im Gryfensee während des Herbstlagers ein Huhn entführt und musste von den Wölfen zurückerobert werden. Laut Lagerbuch soll es etwas verängstigt gewesen sein. Es legte aber, wie damals gezeichnet, bald trotzdem wieder ein Ei…

Auch Schweine, Meersäuli, Ratten (die anfangs 1980er-Jahre auch als Kuscheltiere gehalten wurden), bevöl­kerten die Gloggi-Lager.

Die treusten Begleiter waren aber Katzen und Hunde. Aus sehr vielen Lagern gibt es Bilder von Büsis, die sich noch so gerne streicheln liessen, hier 1958 im Lager der Wolfsmeute und 1968 bei den Normannen:

Suchhunde waren dabei, wenn die Leiter Lawinenkurse besuchten (1963 über Ostern),

und als Begleiter in verschiedensten Lagern.

Dieser herzige Hund wurde 2022 im Bundeslager mova sogar zum Instagram-Star (Bild Instagram).

Pfadiheim Wallisellen – Heimfeste

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Das Walliseller Heim auf dem Tambel wird für Ausbildungskurse, Lager, Weekends und Höcks rege benutzt, auch ausländische Pfadfinder verbringen hier gerne einige Tage.

In den 1950er und 1960er-Jahren wird weiter gebaut, ein Anschluss an die Kanalisation ist nötig, die Wiese muss planiert werden usw.

Immer wieder werden am Georgstag aber auch grosse Heimfeste gefeiert, mit Ständen, Theater, Bahnen, Wettbewerben, Pfaditechnik-Demonstrationen usw. Die Pfadi übernachten in Zelten, am Sonntag werden nach einem Feldgottesdienst dann die Eltern, APV, Freundeskreis und Behörden begrüsst, so am Georstag 1951, 1954, dann zum 50-Jahr-Jubliläum des Gloggi 1962 und 1967 unter dem Motto «Wunderlampe».

1951 muss das Fest wegen abermals strömendem Regen um eine Woche verschoben werden, am folgenden Wochenende ist es mit Jeepfahrten, Jazz-Orchester und unzähligen Buden und Ständen aber ein voller Erfolg:

Aus dem GP 1952

1954 errichtet der Theben eine Schwebebahn zum Reservoir, die Rover der Rotte «Graal» spielen Jazz, ein Riesenrad mit allen Zugswappen thront auf dem Reservoir und neben allen Buden und Ständen gibt es für die Jüngeren auch Kasperlitheater.

Hier dank der Dias von Ruedi Schüle v/o Sugus (Herzlichen Dank!) Ein paar Eindrücke vom Heimfest 1962, dem 50-Jahr-Jubiläum des Gloggi (durch Klick vergrössern):

Und hier aus einem Nachlass einige archivierte Eindrücke des Heimfestes 1967 , das unter dem Motto «Wunderlampe» stand .

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Bahren in der Pfadi

Vor 25 Jahren wurde die Archivgruppe gegründet. Wir feierten das Jubiläum mit einem Posten am Gloggi-Tag. Dort erzählte der Gloggi-Geist unter anderem davon, wie die Pfadi früher mit Bahren Verletzte rasend schnell über Stock und Stein transportiert hätten. Die Pfadi bauten am Posten selbst eine Bahre und rannten mit einem «Verletzten» über einen Parcours. Das sah dann nicht genau so aus, wie vor 80 Jahren auf der Allmend Brunau, aber doch so ähnlich:

Gruppenbuch Leopard/ Wiking 1953-1958

Aber wie kamen die Bahren in die Pfadi? Und rannte man mit Verletzten wirklich durch die Gegend? Das muss sie ja ganz schön durchgeschüttelt haben. Gruppenbücher und andere Unterlagen im Gloggi-Archiv geben Auskunft:

Der Gründer der Pfadi, Bi-Pi be­schrieb 1908 in seinem ersten Buch für Pfadi, «Scouting for Boys», dass Pfadi um «allzeit bereit» zu sein, natürlich auch in Erster Hilfe ausgebildet sein müssten. (Text und Bilder der ursprünglichen Ausgabe von 1908 sind im Projekt Gutenberg verfügbar). Er machte gerade ein Beispiel von sich selbst und zeichnete, wie er behandelt worden war, als er sich in Indien die Schulter ausgerenkt hatte. In diesem Buch gab er auch Anleitungen für den Bahrenbau.

Bi-Pis Schulter wird in Indien wieder eingerenkt (aus Scouting for Boys, 1908)

Verwundetentransporte mit Bahren wurden bald so etwas wie ein Markenzeichen der Pfadi. Als der CVJM 1913 Werbung für die Pfadi mach­te, erschien in seiner Zeitschrift «Die Glocke» auch ein Bild von Pfadi, die Verwundete trans­por­tieren (links).

„Die Glocke“, 1913 und Chocolat Tobler, 1928

Pfadi beim Verwun­deten­trans­port sieht man auch auf den Sammel­marken (damals so eine Art Panini-Bilder) der Schoggifabrik Tobler in den 1920er-Jahren (rechts).

Das Fixieren von gebro­chenen Knochen und der Transport von Verletzten bis zur nächsten Strasse wurden regelmässig geübt. Auch bei Wettkämpfen mussten die Gruppen Bahren bauen und «Verwundete» möglichst schnell transportieren.

Dass Bahren manchmal gebraucht wurden, zeigt ein Gruppenbuch der „Hunnen“ von 1932. Bei einem Pfadiskirennen war auch eine Schanze eingebaut worden, neben der zwei Pfadi für den Fall der Fälle mit einer Bahre warteten. Zeichnungen in Gruppenbüchern zeigen, dass sich die Pfadi beim Üben auch gut amüsierten

Skilagerbuch „Hunnen“ 1932/33

Gruppenbuch Voss 1936/37

Meistens brauchte man ja die erworbenen Kenntnisse zum Glück nicht, es waren eher Blasen an den Füssen behandeln

Oder je nachdem musste auch einmal ein blaues Auge behandelt werden. In Gruppenbüchern ist auch von Übelkeit, die in Herbstlagern herrschte und Kranken mit Fieber zu lesen.

Gruppenbuch Voss 1936/37

Irgendwann verselbständigten sich dann die Wettbewerbe, welche Gruppe wohl am besten in Erster Hilfe sei. Man rannte nicht nur mit Bahren um die Wette, sondern liess die «Verwundeten» auch selbst rennen, führte «Samariterstafetten» durch. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir in den 1960er-Jahren mit einem eingeschienten Bein und einem fixierten Arm Hindernisläufe absolvierten.

Samariterstafette 1942

Dass die zu Übungswecken auf den Bahren Transportierten manchmal abstiegen, wenn sie zu sehr durchgerüttelt wurden, ist in einem Zugsbuch der Manegg von 1964 beschrieben:

«Schliesslich wurde ich auf eine Bahre gelegt und solange geschüttelt und gerüttelt, bis ich erklärte, dass ich lieber heim laufe, statt getragen zu werden» beschreibt eine Pfadi hier.

Bahrenbau und -transporte wurden lange in den verschiedenen Auflagen der Pfaditechnik beschrieben und in die Hefte für die verschiedenen Prüfungen eingetragen.

Unterdessen ist der Bau von Tragbahren aus der Pfaditechnik verschwunden – und man macht vermutlich auch keine Wettrennen mit Bahren mehr. Aber Spass hat’s gemacht, beides am Gloggi-Tag nochmals aufleben zu lassen.

Pfingsten vor 60 Jahren

Seit 1954 bin ich im Gloggi. Zuerst bei den Normannen, dann in den Roverrotten «Leif Erikson» und «Waräger». Heute bin ich Ruheständler im APV.

1962 war ich Mitglied der Rotte «Leif Erikson» und der ganze Gloggi war männlich, bis auf die Wolfsführerinnen. Wir beschlossen den Pfadis unseres Zuges Normannen an diesen Pfingsten ein positives Bild der Roverei zu vermitteln, um später Nachzug zu erhalten, denn bei uns war drum einiges los. Wir waren zwar im Hölloch, gingen aber in den Sommernächten bräteln und besassen ein selbst in Stand gestelltes Rottenauto, u.s.w., nicht gerade pfaderisch, dafür sehr roverisch. Am Pfingstmontag wollten wir bei ihrem Lagerplatz an der Thur mit einem selbst gebauten Floss landen.

Bauen und Testen des Flosses

So traf sich die Hälfte von uns am Samstagmorgen in Witikon. Die andere Hälfte kutschierte im Laufe des Nachmittags mit den Zelten und dem Baumaterial zum Rover-Lagerplatz in Gütighausen an der Thur (oberhalb Andelfingen) und errichteten das Lager. Wir vier marschierten von Witikon über Dübendorf-Dietlikon-Nürensdorf-Pfungen und Humlikon nach Andelfingen Zur Route ist zu bemerken, dass es im ganzen Kanton Zürich noch keine einzige Autobahn gab. In Andelfingen wurden wir mit dem Rottenauto, «Hillman Super- Minx Cabriolet, Jg. 1951» abgeholt und zum Lagerplatz chauffiert. Am Sonntag bauten wir unser Floss aus Dachlatten, Lastwagenschläuchen und Stricken zusammen.

Los geht’s

Am Montag testeten die einen das Floss, während wir vier Flussfahrer unsere Rucksäcke packten. Zur Steuerung unseres Gefährts wurden noch schnell 4 Ruder zusammengenagelt. Dann wurde verladen, die Fahne gehisst und los gings auf dem Rücken der Thur in zügigem Tempo Richtung Andelfingen.

Wir passierten die Brücken der Lokalstrassen und die Eisenbahnbrücke. Nach der Weinlandbrücke landeten wir beim Pfadi-Lagerplatz und wurden dort mit Hallo empfangen. Natürlich waren wir die «Sibesieche».

Besuch bei den Pfadi

Weiter ging es auf der Thur und unterhalb Ellikon auf den Buckel von Vater Rhein, bis jetzt immer in zügigem Tempo bis nach der Rüdlinger Brücke. Ab dort wurden wir immer langsamer. Der Stau des Eglisauer-Kraftwerks verlangsamte die Strömung. Ab der Tössegg trieben wir noch mit weniger als 1.5 kmh und es wurde immer heisser.

2 Stunden später landeten wir hungrig und durstig am Ziel in Eglisau etwa 500 Meter oberhalb der Schifflände und dort wohne ich jetzt 28 Jahren.

Der Rest unseres Pfingsterlebnisses wäre rasch erzählt, aber ich lasse es bei dieser persönlichen Pointe.

Armin Günter v/o Chäfer

Vom Ursprung der Abteilungen

Die Abteilungen spielen heute im Gloggi eine wichtige Rolle. Man gehört zum Hadlaub, zum Gryfensee, zur Lägern und wie sie alle heissen. Wie und wann sind sie eigentlich entstanden und wie kamen sie zu ihren Namen?

Bis 1941, als der Gloggi ziemlich stark am Wachsen war, war man einfach Mitglied im Gloggi, der «Pfadfinderabteilung Glockenhof» und in einem «Pfadizug», der «Wolfsmeute» oder dem «Roverbanner».

1941, der Gloggi zählte damals 800 Mitglieder, wurde dann eine Um­organisation vorgenom­men, die Pfadizüge wur­den auf vier «Stämme» aufgeteilt, den Vor­gängern der heutigen Abteilungen: Auf dem GP-Titelblatt von 1947 sind in der Windrose die Stäm­me (mit den römischen Zahlen) abgebildet, dazwischen die 1946 gegründeten PTA, der APV, das Roverbanner und die Wolfsmeute.

GP-Titelblatt 1947 mit den vier Stämmen und ihren Pfadizügen. I: Stamm: Attila, Normannen, Olymp, Wiking, II. Stamm: Friesen, Korinth, Sparta, Totila, III. Stamm: Bubenberg, Kim, Waldmann, Wulp, IV. Stamm: Inka, Mandach, Orion, Tell. Dazwischen Richtung Nordost: PTA, Südost: APV, Südwest: Roverbanner und Nordwest: Wolfsmeute

Die PTA («Pfadi trotz allem») sind heute eine eigene Gloggi-Abteilung. Ihre Anfänge im Balgrist wurden im GP 1947 folgendermassen geschildert:

Beschreibung einer PTA-Übung im GP 1947

Aus den vier Stämmen wurden 1950 fünf, die Züge Olymp und Dübelstein aus Wallisellen und Dübendorf bildeten nun den fünften Stamm.

1953 erhielten die Stämme Namen:

„Zu den so dargestellten Leuten gehören an einem Endchen auch wir noch; darum passen die Namen zu uns. (GP 1953)

Hadlaub und Gryfensee tragen also ihre Namen seit 1953. Johannes Hadlaub und der Landvogt von Greifensee, die Namensgeber kommen in Gottfried Kellers Zürcher Novellen vor, auch die anderen Namen stammen aus Werken von Gottfried Keller oder Conrad Ferdinand Meyer. Wichtig war damals, Namen zu finden mit einem Bezug zu Zürich, deren Träger Vorbildcharakter hatten. Im GP wurden damals auch Ausschnitte aus Werken von Keller und Meyer abgedruckt. Wenn man sie heute so liest, denkt man eher, nimmt man eigentlich nicht an, dass sie zur Identifikation mit den neuen Namen beitrugen…

Unterdessen waren 1958, angeregt von einem Pfadi, der auf einer Seemanns­schule in England gewesen war, die «Seepfad­finder» gegründet worden, ihr Zug «Odysseus» war nicht Teil eines Stam­mes. Rechts das erste Titelbild der Seepfadi-Zeitschrift «Akto».


1959 wurde das Gloggi-Abzeichen eingeführt, Tatokano, von Beruf Grafiker hatte ein Signet geschaffen, das in leicht abgeänderter Form bis heute Bestand hat.

Die nächste Reorganisation veränderte den Gloggi 1964 stark. Die bisherige Abteilung wurde zum Korps umgestaltet, das in Abtei­lungen unterteilt war. Die bisherigen Stämme wur­den nun zu Abteilungen mit den gleichen Namen, auch Wolfsmeuten und Roverrotten gehörten jetzt zu diesen Abteilungen, die alle ein eigenes Abzeichen hatten. Von aussen war die Zugehörigkeit zum Gloggi nur noch an den Gloggi-Socken erkennbar. Diese neue Organisation hat auch in Gruppenbüchern Spuren als «grosser Tag» hinterlassen, hier bei der Gruppe Voss aus dem Totila:

„Am 17. Dezember 1964 wurde die Abteilung Glockhof offiziell zum Cor ernannt.“
Auszug aus dem Gruppenbuch der Gruppe Voss (Totila)

Diskussionen hatte im Vorfeld ausgelöst, ob die Seepfadi eine eigene Abteilung sein sollten und ob wohl alle Abteilungen lebensfähig sein würden oder ob man besser nur vier oder fünf Abteilungen gründen solle. Die Aufteilung in sechs Abteilungen bewährte sich aber lange Jahre.

Die Abzeichen der sechs ursprünglichen Abteilungen:
Manesse, Hutten, Hadlaub, Salander, Gryfensee, Seepfadfind
er

Eine erste Änderung ergab sich, als der Salander sich ganz auf das Wehntal konzentierte und sich schliesslich 1981 mit der Mädchen­abteilung Hochwacht zu Salander-Hochwacht und bald darauf 1982 zur Abteilung Lägern zusammenschloss. Im GP wurde damals folgendermassen über das Gründungsweekend berichtet:

Gründung der Abteilung Lägern (GP 1982)

Etwas mehr als ein Jahr später wurde dann auch im Raum Volketswil und Schwerzenbach eine neue Abteilung gegründet. Die Pfadfin­derinnen­abteilung Mistral schloss sich am Chlausweekend mit den Gryfensee-Einheiten in dieser Region zur Abteilung Wildert, benannt nach einem schönen Waldteich, zusammen. In der Chronik wurde das so vermerkt:

Gründung der Abteilung Wildert (Chronik 1983)

Stark schrumpfende Mitgliederzahlen führten dann 1995 zu einem Zusammenschluss von Hadlaub und Manesse unter dem Namen Hadlaub. 2004 trat die Abteilung Manegg, die für eine eigene Region zu klein geworden war in den Gloggi ein, mit dem sie eine jahr­zehnte­lange gute Zusammenarbeit verband.  Die Pfadfinderinnen­abteilung Manegg war bereits 1925 gegründet worden, auf der Burgruine beim Uetliberg, deren Namen sie trägt.

Protokollauszug zur Aufnahme der Abteilung Manegg in den Bund Schweizerischer Pfadfinderinnen 1926
Ankündigung der „Integration der Abteilung Manegg“ in den Gloggi (GP 2004)

2007 wurde die Abteilung Hutten aufgelöst, ihr Name wurde noch einige Jahre von den «Pfadi trotz allem» als Abteilung PTA Hutten weitergetragen – heute nennt sich diese kleinste Gloggi-Abteilung wieder «PTA Gloggi» und blickt auf eine Geschichte zurück, die 1946 begann.

Die beiden jüngsten Abteilungen im Gloggi sind also gleichzeitig die beiden, die ihren Namen schon am längsten tragen.